Was ein ODIS-Releasewechsel wirklich kostet

Veröffentlicht am 27. September 2026 · 5 Minuten Lesezeit

„Das dauert doch nur kurz." Diesen Satz hört man über ODIS-Releasewechsel oft – und er stimmt für einen einzelnen Tester sogar ungefähr. Interessant wird die Rechnung erst, wenn man sie über den Bestand und über das Jahr zieht.

Woraus sich die Stunde zusammensetzt

Für einen manuell durchgeführten Releasewechsel je Tester sind rund 60 Minuten ein realistischer Ansatz. Die Zeit verteilt sich ungefähr so:

Die richtige Fassung finden und holen. Durch die Verzeichnisse navigieren, herunterladen, an den Tester bringen.

Anmelden mit den nötigen Rechten. Entweder kommt jemand mit Adminrechten, oder der Tester wandert zur IT.

Deinstallieren und aufräumen. Der eigentliche Zeitfresser, weil er selten vollständig automatisch abläuft.

Installieren und warten. Weitgehend Wartezeit – die aber gebunden ist, weil zwischendurch Eingaben kommen.

Prüfen und dokumentieren. Läuft die richtige Version? Sind die Marken da? Ist das Interface noch verbunden?

Der eigentliche Kostenpunkt ist ein anderer. Während des Wechsels steht der Tester – und damit unter Umständen der Arbeitsplatz. Die verlorene Zeit ist deshalb nicht mit dem Stundensatz der IT zu bewerten, sondern mit dem, was in dieser Zeit an der Hebebühne nicht abgerechnet werden konnte.

Der Faktor, den man leicht übersieht

Ein Releasewechsel betrifft nie einen Tester. Er betrifft alle – und er kommt mehrmals im Jahr. Aus einer Stunde werden dadurch schnell mehrere Arbeitstage, verteilt über Standorte und Wochen, meist zwischen anderen Aufgaben eingeschoben.

Die Rechnung dazu ist simpel:

Tester × Releasewechsel pro Jahr × Minuten je Wechsel = gebundene Zeit

Bei zehn Testern und vier Wechseln im Jahr sind das 40 Stunden – eine volle Arbeitswoche, nur für das Aktuellhalten der Diagnosesoftware. Bei dreißig Testern wird daraus eine Größenordnung, über die man im Betrieb reden sollte.

Was sich davon einsparen lässt

Nicht alles. Die Installation selbst braucht ihre Zeit, daran ändert keine Automatisierung etwas. Wegfallen können aber die Anteile drumherum: das Suchen und Herunterladen, das Anmelden mit erweiterten Rechten, das Hinfahren, das Aufräumen von Hand, das Zusammensuchen, welcher Tester überhaupt noch aussteht.

Genau diese Anteile machen den Großteil der gebundenen Zeit aus – und es sind die, die Aufmerksamkeit binden, während die reine Installationszeit im Hintergrund laufen kann.

Für den eigenen Betrieb überschlagen

Auf der Startseite steht ein Rechner, in dem Sie Testerzahl, Releasewechsel pro Jahr, Minuten je Wechsel und Stundensatz auf Ihre Verhältnisse einstellen können. Die Vorgaben sind bewusst zurückhaltend gewählt.

Wie sich der Aufwand ohne Administratoranmeldung senken lässt, steht im Beitrag ODIS installieren und aktualisieren ohne lokale Administratorrechte.

Genau dafür gibt es ODISTRACKER

Releasewechsel ohne Admin-Login, Download über die D³ EdgeBox, Erinnerungen an veraltete Tester und ein lückenloser Audit-Trail – für Werkstätten des VW-Konzerns.


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