Wie viele Diagnosetester hat Ihr Betrieb wirklich?

Veröffentlicht am 27. September 2026 · 6 Minuten Lesezeit

Fragen Sie in Ihrem Betrieb, wie viele Diagnosetester im Einsatz sind. Sie bekommen eine Zahl. In unserer Erfahrung liegt sie fast immer zu niedrig – und zwar nicht um einen oder zwei Geräte.

Warum niemand die Zahl kennt

Diagnosetester kommen nicht über die IT ins Haus. Sie werden mit der Werkstattausrüstung beschafft, oft zusammen mit einer Hebebühne oder im Zuge einer Markenerweiterung. Sie stehen in der Anlagenbuchhaltung, nicht in der Bestandsführung der IT. Und weil sie niemand als IT-Gerät angelegt hat, taucht auch keines auf, wenn jemand eine Liste zieht.

Dazu kommt: Ein Tester fällt nicht auf, solange er funktioniert. Ein Server, der niemandem gehört, wird bemerkt. Ein Laptop in der Werkstatt, der seit Jahren dasselbe tut, nicht.

Wo die übersehenen Geräte stehen

Vier Orte, an denen regelmäßig etwas auftaucht, das in der genannten Zahl nicht enthalten war:

Nebenstandorte. Der Hauptbetrieb ist im Blick, die Filiale zwanzig Kilometer weiter nicht. Dort steht oft genau ein Gerät – und genau das ist am schlechtesten gepflegt.

Ersatzgeräte. Der alte Tester, den man „für alle Fälle" behalten hat. Er ist nicht im Einsatz, bis er es plötzlich doch ist – mit einem Softwarestand von vorgestern.

Mobile Geräte. Was im Fahrzeug des Serviceberaters oder beim Außendienst liegt, steht in keiner Werkstattliste.

Übernommene Betriebe. Nach einer Übernahme kommt Ausrüstung mit, deren Bestand nie vollständig erfasst wurde. Manchmal Jahre später fällt auf, dass noch Geräte mitlaufen.

Warum das mehr ist als Ordnungsliebe

Man kann nicht planen, was man nicht kennt. Wer nicht weiß, wie viele Tester es sind, kann den Aufwand für den nächsten Releasewechsel nicht abschätzen – und wird jedes Mal davon überrascht, dass es länger dauert als gedacht.

Schwerer wiegt der zweite Punkt: Ein Gerät, das in keiner Liste steht, wird auch nicht aktualisiert. Es ist damit weder in der Wartung noch in der Sicherheitsbetrachtung – und zwar dauerhaft, weil niemand es vermisst. Ausgerechnet die vergessenen Geräte sind deshalb regelmäßig die mit dem ältesten Softwarestand.

Der Zusammenhang, den man leicht übersieht: Wer die Zahl seiner Tester unterschätzt, unterschätzt zwangsläufig auch den Aufwand und die Zahl der veralteten Geräte. Alle drei Fehleinschätzungen haben dieselbe Wurzel – und lösen sich mit derselben Antwort auf.

Wie Sie es herausfinden

Es gibt drei Wege, und sie unterscheiden sich vor allem im Aufwand:

Durchgehen. Funktioniert, kostet einen halben Tag und ist an dem Tag veraltet, an dem das nächste Gerät dazukommt.

Im Netz suchen. Setzt voraus, dass die Tester in bekannten Netzbereichen liegen und eingeschaltet sind. Findet nichts, was gerade im Auto liegt.

Die Geräte selbst melden lassen. Ein Agent auf dem Tester meldet Bestand, Version, Standort und verbundene Interfaces – auch dann, wenn das Gerät nur alle paar Wochen eingeschaltet wird.

Der dritte Weg ist der einzige, der auch morgen noch stimmt. Genau dafür gibt es die 14 Tage: nicht um ein Produkt zu bewerten, sondern um die Zahl zu erfahren.

Was der Bestand für den Aufwand bedeutet, steht im Beitrag Was ein ODIS-Releasewechsel wirklich kostet.

Genau dafür gibt es ODISTRACKER

Releasewechsel ohne Admin-Login, Download über die D³ EdgeBox, Erinnerungen an veraltete Tester und ein lückenloser Audit-Trail – für Werkstätten des VW-Konzerns.


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